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Philosophie

PHILOSOPHIE


Ein Philosoph muss sehr folgerichtig argumentieren. In seinen Aussagen muss er fehlerlos, logisch, rational und immer bereit zu diskutieren sein, um das zu begründen, was er vertritt. Andersmensch ist kein Philosoph. Er drängt niemandem eine Lehre auf, einen Kult oder eine Philosophie. Was er tut, tu er nicht, um Antworten zu geben, sondern vielmehr, um ein Fragezeichen zu erwecken. Er möchte den Menschen aus seinen verkrusteten Dogmen, aus seiner verhärteten Doktrin befreien. Für ihn ist es von höchster Bedeutung, alle Dinge fallen zu lassen, die über die Zeit hin die Weiterentwicklung und das Wachstum des Einzelnen behindert haben. Er spricht von einem neuen Zeitalter, das keine festen Eigenschaften, keine Grenzen hat; das nur die Freiheit des Geistes kennt, die Stille des Seins. Dieses Zeitalter steht für das unbegrenzte Wachstum menschlichen Potenzials, die natürliche, unmittelbare Erfahrung des Göttlichen. Damit meint er weniger einen Gott im Außen als vielmehr etwas Göttliches, das dem Individuum immanent ist und aus ihm heraus fließt. Sein ganzes Bemühen besteht daher darin, das Individuum zu transformieren. Und wenn das Individuum leuchtet, dann geschehen diese Dinge ganz von selbst – Liebe, Frieden, Mitgefühl.

 

       
 

Welcher Religion ich angehöre, welche Philosophie ich vertrete, werde ich immer wieder gefragt. Nun, die Antwort ist simpel: Ein wenig gehöre ich jeder Religion und jeder Philosophie an, ganz viel aber gar keiner. Ich lehre keine Philosophie, keine starren Ansichten. Meine eigenen Ansichten und Philosophien sind wie Gewänder, die ich für ein paar Momente trage, bis ich ihnen entwachsen bin. Dann befreie ich mich davon, lege ich sie liebevoll ab und erfreue mich der wunderschönen Leere der Unwissenheit. Ich vertrete kein bestimmtes Paradigma. Mein Paradigma ist es, kein Paradigma zu haben. Ich glaube nicht an Meister, an Schüler, an eine überlegene Lehre. So etwas vertrete ich nicht. Ich will keine Anhänger. Ich möchte einfach Menschen, die frei sind, die Liebe leben, die Mitgefühl kennen, die ihr authentisches Selbst leben. Ich möchte keine besseren Menschen schaffen ich möchte andere Menschen. Ich möchte keine bessere Welt ich möchte eine andere Welt. Aber ich werde ein solche Welt nicht finden, wenn ich sie mit einer weiteren starren Philosophie verseuche. Die Welt kann erst dann frei sein, wenn das Individuum aufgehört hat, sich an Religionen, Philosophien und bestimmte Lehren zu klammern. Ich bin kein Heiliger, ich habe nichts mit Spiritualität zu tun. Ich lasse mich nicht kategorisieren, du kannst mich nicht in eine Schublade stecken...

 
   

– Der Andersmensch auf die Frage, wofür er steht

 

 
MEDITATION UND TOTALE BEFREIUNG

Andersmensch ist nie in dem Sinne spirituell gewesen, wie der Begriff normalerweise verstanden wird. Nach der allgemeinen Definition des Wortes könnte man sogar sagen, er habe noch nie etwas Spirituelles getan. Er gibt nichts auf heilige Schriften, geht nicht in Kirchen, Tempel oder zu Meditationsrunden; er macht keine speziellen Übungen, Rituale oder religiöse Handlungen. Für ihn hat Spiritualität eine ganz andere Bedeutung. Spiritualität bedeutet für ihn die vollkommene Befreiung des Individuums. In diesem Sinne lässt sie keinerlei Abhängigkeit zu. Sie schafft eine Freiheit für sich selbst und findet sich nie in allgemeinen Paradigmen. Sie findet sich allein, denn die Masse hat noch nie irgendeine Wahrheit gefunden. Wahrheit findet sich immer nur im Alleinsein, in der stillen Meditation mit sich selbst.

Daher liegt für ihn in der Meditation der Schlüssel zu allem. Meditation, wie Andersmensch sie lebt und weitergibt, hat nichts mit dem zu tun, was gemeinhin unter dem Wort verstanden wird. Für ihn ist Meditation der erhabene Weg des stillen Gewahrseins, der Weg des achtsamen Loslassens, der völligen Hingabe an den gegenwärtigen Augenblick. Alles was es dazu braucht, ist seiner Ansicht nach, einfach nur still zu sein und der Existenz zu lauschen. In der Meditation, in der Transzendenz, in der Stille liegt für ihn die Antwort. Da werden Frage und Antwort, da werden Sucher und Gesuchtes eins. Beides verschwindet. Keine Religion ist dazu nötig, kein Gott ist dazu nötig, keine Philosophie, keine Organisation – nur du, der Augenblick und die Stille.  Das ist Transzendenz. Und in dieser tiefen Stille der Transzendenz findest du den, der du wirklich bist. Du findest totale Befreiung.

Seine ganze Anstrengung besteht darin, dem Menschen zu helfen, die Befreiung der Transzendenz zu erfahren. Transzendenz will dir keine Bestimmung vorgeben, sie kann dir nur die Richtung weisen – wach, pulsierend, voller Leben, unbekannt, immer überraschend, nicht vorhersagbar. Befreiung bedeutet, ohne Landkarte zu reisen...